Tiebas – Eunate(Tag 16)

April 20th, 2009

img_4549Um 9 Uhr kommt der Herbergsvater und wundert sich nur um die Unordentlichkeit, die er hier vorfindet. Ich habe ueberall meine nassen Klamotten hingehaengt, mein Zelt trocknet auf dem Bett, die Toepfe sind dreckig und das Bier steht neben mir auf dem Boden, dazu guck ich ihn verschlafen aus meinem Schlafsack an. Ich muss die Herberge verlassen und mache mich sodann auf den Weg.

Heute geht der Weg ein ganzes Stueck an der Autobahn entlang, ca. 3h laufe ich bis ich merke, dass ich zuweit bin. Der Weg hoert ploetzlich auf. An den Spuren im Sand erkenne ich, dass ich in den letzten Tagen nicht der einzigste war, der hier falsch gelaufen ist und gehe zurueck bis zur nachsten Unterfuehrung, male mit meinem Marker noch die Richtung des Camino an den Beton und dann durch den schlammigen Tunnel. Am anderen Ende zweifele ich jedoch, weil der Weg saemtlichen Beschreibungen entgegenspricht, ich laufe trotzdem weiter, alles ist heute bei dem windigen Wetter recht muehsam. Ein Autofahrer weiste mich mit Hupen auf eine andere Richtung hin. Ich bin immer noch komplett falsch und laufe fast den gesamten Weg zurueck bis ich die richtige Unterfuehrung finde, ah – endlich wieder auf dem Camino, ich bin ueber 3h falsch gelaufen, habe nur einen kleinen gelben Pfeil uebersehen.

Am Abend komm ich dann an der Eunate an, ein grandioser Bau, der mich recht mystisch anzieht. Es heisst es sei der Ort von 100 offenen Toren und man sagt die Temperitter haben ihn damals errichtet, weil er ueberhaupt nicht typisch ist. Mich fasziniert vor allem die Schlichtheit und der symmetrische Aufbau, irgendwie fuehle ich mich dem Bau sehr hingezogen.

Ich moechte eigentlich noch weiter, aber 2 aeltere Spanier bequatschen mich, dass ich auch hier uebernachten kann und alles auf Spendenbasis. mir kommt dies sehr entgegen, so wende ich mich an den Herbergsleiter. Es sei eine Pilgerin hier und er wuerde nur noch eine weitere Person aufnehmen, ich komme wie gerufen. Der herbergsvater, ein ehemaliger Professor wirkt auf mich sehr kuehl und rational, zeigt mir wo ich Bad, WC und Kueche finde und macht sich daran das Abendessen fuer uns alle zuzubereiten. Ich treffe Gertrud aus dem Schwarzwald und wir freunden uns gleich bestens an. Da der Herbergsvater recht ruhig ist, muss man ihm alles aus der Nase ziehen, fuer mich recht anstrengend, da er auch kaum in uns zu interessieren scheint und dies wohl mehr als seine Pflicht sieht uns zu bedienen. Gertraut ist dies auch recht komisch. Nach dem Abendessen wirds jedoch noch mystischer, den wir gehen noch einmal allesamt in die Eunate. Er vertreilt ein gebetsheft auf deutsch und wir lesen die Strophen abwechselnd laut vor, das alles mit 2 Kerzen, die wir vor den Haenden halten. Danach singt er aus Leibes kraeften ein Ave Maria und wir verharren in kompletter Stille fuer weitere 5 Minuten. Mir laueft der kalte Schauer ueber den Ruecken.

Als wir dann wieder in der anlegenden Herberge sind ist Schlafenszeit angesagt, Gertraut ist recht froh, dass ich dabei bin, allein ware es ihr in diesem Gemauern in dem nicht abschliessbaren Raum mit dem typen schon recht gruselig vorgekommen. Also, wieder mal ne gute Tat von mir, ich freu mich…

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Iczko – Tiebas(Tag 15)

April 19th, 2009

img_4523Aus dem Schlaf erwacht mache ich mich recht spaet auf den Weg. In Monreal angekommen goenn ich mir eine Pause und platze zufaellig in eine Messe in der Kirche, ja stimmt ja – ist ja Sonntag – heute ist die Kirche offen. Nach der Messe reicht sich hier jedoch keiner die haende und wuenscht sich Frieden, auch werden keine Lieder gesungen, die Leute gehen einfach nur wieder nach hause, und das ziemlich ploetzlich.

Am Abend komm ich dann in Tiebas an, die Herberge ist eine alte verlassene Schule, ich ruh mich aus und lese in meinem Pilgerfuehrer, dass ich den Schluessel zur herberge in der Bar abholen kann. Diese liegt jedoch ein paar Meter zurueck, also beschliesse ich ersteinmal zu vespern.

Ein paar Kinder kommen gelaufen und fragen mich nach Zigaretten, da ich jedoch nicht rauche gibts ne kurze Absage. Dann kommen wir jedoch trotzdem ins Gespraech, sie sind total von den Zehenschuhen fasziniert. Nach einer Weile stehen ca. an die 7 Jugendliche um mich herum und ich erzaehle ihnen vom pilgern und vom Ziel, von den Tagen, die ich noch vor mir habe. Sie koennen sich kaum vorstellen, ueber 1000km zu Fuss zurueckzulegen und sind recht erstaunt. Dann organisiert mir eine sogar den Schluessel, eine andere bringt mir ein Brot. Ich frage sie im gleichen Zug nach einer Schere und minuten spaeter schneiden sie mir die ueberstehenden Haare an den Ohren vom Kopf, der Schnitt mit der Maschine am Tag meines Aufbruchs hat einige Stellen zurueckgelassen. ich bin total gluecklich unter den Leuten und fuehle mich wie Gott in Frankreich, und das in Spanien. Ich grinse breit ueber mein Gesicht und alle erfreuen sich meiner Gegenwart. Dann wollen sie mit mir durch den Ort gehen, ich soll ihnen ein paar Zigaretten kaufen. Obwohl ich das ungern tue, willige ich ein, sie kommen frueh oder spaeter ja eh an die Glimmstengel ran meine ich. Wir gehen zu den Ruinen und einige toben sich dort richtig aus. Mir ist das alles zu gefaehrlich und meine wieder ins Dorf zurueckzugehen. Wir begegnen ihren Freunden, die mit den Mottoraedern gerade vom Camino kommen. Ohne Lizenz fahren sie mit den riesigen Maschinen auf und ab, im Dorf gibts ja sonst nix zu tun.

Ich verabschiede mich dann von ihnen, die Muedigkeit ist mir anzusehen. Als ich die Herberge erreiche fragen mich die anderen Maedels mit mir durchs Dorf zu gehen, doch ich lehne ab. Eine Dorfrunde reicht mir, ausserdem moecht ich noch was kochen und endlich meine Klamotten reinigen.

In der Herberge koche ich dann mein gemuese, da sie allerdings leider kein Messer haben, zerteile ich die Kartoffeln, Bohnen und Mohrueben vorher mit meinen Zaehnen, ne andere Alternative gibts leider nicht. nach dem Essen finde ich ein verschlossenes Dosenbier und trinke es, haenge meine Sachen noch ueberall auf, ich bin ja komplett allein hiere und knall mich auf die 5 aufeinanderliegenden Matratzen um im Pilgerfuehrer zu lesen.

Ca. 3 Stunden spater merke ich ein grelles Licht in meinen Augen, ich bin vor lauter Muedigkeit und Saettigung in den Schlaf gefallen. Schnell loesche ich das Licht und leg mich wieder hin…

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Undues de Lerda – Iczko(Tag 14)

April 18th, 2009

img_4510nach dem Abschied von den Franzosen und Einstein gehts wieder weiter. Heute ists eine sehr schoene Strecke, es geht direkt am Stausee yesa entlang durch einen grandioses Waldchen, alles wirkt so uhrig, gelassen, ich lass mich dort ein wenig zur Ruhe. Spaeter durchquere ich ein Oertchen, dass ca. nur noch 3 Einwohner hat, die dort die herberge und eine Bar betreiben. Der Rest des Dorfes nur Ruinen, sehr interessant – Jegliche Bewohner im Umkreis des Stausees mussten ihre Heimat verlassen, so wollte es der Diktator Franco und nicht anders. Die Bar scheint sehr alternativ, junge Leute, ein barbeque, laute Rockmusik, doch ich ziehe weiter. Der Ort kommt mir fuer eine Filmnacht oder Konzert wie gerufen, ich werd ihn mir vormerken…

ich ueberquere mehrere Felder und sehe viele Schaafhirten mit ein Dutzend von Schaafen, am Horizont immer wieder die Berge mit den typischen Windraedern von Navarra, der Wind pfeift hier ordentlich zur Sache, und jede Menge Geier und Voegel schwirren in der Luft. Als es beginnt zu dunkeln komme ich durch ein paar Felder mit frei herumlaufenden Kuehen, ein Bulle schaut mich kurz boese an, ich ignoriere und zieh weiter.

Dann erreiche ich endlich Iczko, es ist schon recht spaet: 20.30Uhr und ich bin froh in der Herberge anzukommen. Ich komme an einer Scheune mit einer Menge Leuten und lauter Musik vorbei. Eine Band spielt sich gerade mit Rockmusik ein, ich laechele innerlich, freu mich auf den Abend, es ist schliesslich Samstag. Ich bin zwar in einem kleinen “Kuhdorf”, aber das macht mir nichts, genug junge Leute sind zusammengekommen und es scheint ne richtige fete zu geben. Als ich jedoch in die Herberge eintrete begegne ich 2 Spaniern, die gerade Essen fuer die Fiesta vorbereiten. Sie wollen mich mit einem kurzen “cierrado”, “geschlossen” abwimmeln und lassen mich im Gang stehen. So steh ich einige Sekunden und verstehe nicht warum, will mir jedoch den Abend nicht vertreiben lassen, so denke ich wird mein Zelt wieder zum Einsatz kommen.

Dann gehe ich wieder zur Scheune und trete ein. Alle schauen mich an, als ob ich gerade vom Mond komme, Pilger treffen diese Leute wohl nicht sooft, kann ich auch verstehen, so bin ich immer noch auf einer ziemlich alternativen Route. Ich spreche mit der Barfrau und sie verstaut Rucksack und Stock, dann schaue ich der Band zu und komme zumindest mit den Technikern zu ein paar Worten. Die meisten wundern sich nur ueber meine Schuhe, aber keiner spricht mich an. Alle sind so sehr mit sich selbst beschaeftigt, diese Realitaet schlaegt mir heftigst auf den Magen. Die jungen Leute konsumieren Bier, reden recht laut miteinander und zerschneiden mit ihrem Lachen die mit Rauch gefuellte Luft. Es wird viel mit dem Handy gesprochen. Die Abhaengigkeit zu Medien und der Konsum sind nicht zu uebersehen.

Auf einmal dann werden alle Tische zusammengsetellt, es gibt Abendessen und das fuer alle. Kommt mir gerade Recht, so habe ich ausser Fruehstueck und ein wenig Wegschokolade nichts mehr gegessen und die Spaghetti konnt ich ja auch nicht kochen. Es wird ueberall Brot verteilt und Wein eingeschaenkt. Der eine Techniker, ein junger Bursche kriegt sich vor lauter Lachen gar nicht mehr ein. Er ist sehr ueber meine Dreistigkeit hier dran teilzunehmen verwundert und lacht sich ins Faustchen. ich hingegen sehe es als Entschaedigung an der Herberge so eine ignorante Absage bekommen zu haben und freue mich heute Teil des Dorfes zu sein, obwohl ich niemanden kenne. Es gibt Fleischsuppe mit Kartoffeln. Als ich jedoch reinbeisse, knirscht es. Jedes Stueckchen Fleisch, es soll Kaninchen sein besteht aus recht viel Knochen, es gibt kaum Ausnahmen, so essen alle mit den Haenden. Es scheint mir alles recht doerflich, alle fressen wie die Schweine und spucken ihre Knochen auf den Tisch, als waeren sie als Wikinger aus alten Zeiten erwacht. Aber ich passe mich an, so schmatze ich und ruelpse, was das Zeug haelt, ich bin ein Teil von Ihnen, obwohl es mir unangenehm erscheint.

Solangsam komm ich ins Gespaech mit den anderen vom Dorf, dank meiner Schuhe erzeuge ich grosse Aufmerksamkeit. Ich bekomme ein Bier, spaeter dann mehrere ausgeschaenkt, die Band spielt Rockmusik, einige tanzen. Ein Abend voller Rock and Roll, und das hier in mitten eines 200 Seelendorfes.

Um 3Uhr spielt dann die 3. Band, ich hab mich bereits mit vielen angefreundet und einige Bier getrunken. ich selbst spendiere nichts, will auf dem gesamten Weg kein Geld fuer Alkohol ausgeben. Als ich dann solangsam nach Unterkunft im Ort frage, bekomm ich viele Absagen. Die meisten sind aus dem Einzugsbereich von Pamplona und werden mit dem Auto zurueck fahren. Nur 2 Typen laden mich ein auf der Ruecksitzbank ihres Autos zu pennen, sie nehmen die Sitze vor. Doch ich lehne ab, bevorzuge es dann doch im aufgebauten Zelt mich lang zumachen.

Um halb 4 veschwinde ich dann, viele fragen wohin ich gehe, ich meine Richtung Walddichtung und sie staunen, wuenschen mir nen guten Camino. Dan geh ich. Ein paar Meter spaeter bau ich dann mein Zelt auf dem Feld eines Bauers auf, gerade so am Dorfende, aber ich moechte keinen Schritt weiter. Betrunkenn brauch ich ein wenig laenger die Zeltstangen einzubauen, doch als es fertig werde, bin ich froh mein Quartier zu beziehen und schliesse meinen Schlafsack bis auf Augenhoehe. Alles auf dem Feld ist recht matschig, doch der Schlaf kommt schnell…

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Artieda – Undues de Lerda (Tag 13)

April 17th, 2009

img_4458Die erste nacht mit anderen liegt hinter mir, trotzdem ich allein im Schlafsaal war. Es gibt Fruehstueck: Trockener Zwieback mit Marmelade, dazu Magdalenas, ein typisch span. Produkt aehnl. Muffins, Kaffee und Milch. Recht trocken, aber das Fruestueck ist in Spanien wohl nicht so ganz reichhaltig hab ich das Gefuehl. Trotzalledem es spendet Energie.

Ich versuche mich mit dem aelteren deutschen Paarchen am Tisch, aber ein fluessiges Gespaech ergibt sich nicht, ich lasse sie unter sich. Die FranzosenTruppe ist auch nicht sehr wortgewandt, nach dem Essen trennen sich die Wege wieder und ich ziehe allein weiter.

nach ein paar Kilometern fuehrt mich der Weg in eine bizarre Mondlandschaft, die Bodenerosion hat hier allerhand Arbeit getan, es sieht aehnlich wie ein Bergabbaugebiet aus, ist aber alles natuerlich. Weit und breit keiner zu sehen, der Wind pfeift mir um die Ohren. Alles irgendwie recht wuestenaehnlich, am Horizont erkennt man auch keine weiteren Orte, der Weg zieht sich also so eine Weile fast den ganzen Tag lang hin.

Am Abend erreiche ich die Herberge Undues, die aelteren Franzosen Damen laecheln mich bereits an. Die Herberge war damals ein Gefaengnis, spaeter eine Schule, alles sehr geraeumig hier. Die Pilger kenn ich alle schon, nur am abend kommt noch ein Spanier mit dem Rad. Ich nenne ihn Einstein, er hat grosse aehnlichkeit mit dem Genie, er ist den Camino schon das 8e mal unterwegs, ein alter Hase, jedoch schon eingespielt. Das merkt man auch sofort, beim Abendessen bietet er mir was von seinem menu an, da ich nur ein Boquadillo esse. Ich lehne ab, dann bestellt er fuer uns einen Shooter nahmens Pacharan und flirtet in meiner Anwesenheit mit der jungen Barbedienung des Dorfes, ich grinse dabei.

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Santa Cilia – Artieda (Tag 12)

April 16th, 2009

img_4439Nachdem ich die Herberge verlasse, komm ich an einem Baecker vorbei, es riecht aus dem ganzen Haus. Beim alten grauen Mann kaufe ich ein Zuckerbrot, eine Explosion von Kalorien, ein Gewicht von fast 1 Kilo, gigantisch gross. Das hilft mir ueber den Tag, ich schaffe es die Haelfte zu essen, den Rest schnall ich auf den Rucksack.

Waehrend des Tages komm ich an eine Strasse, danach wieder auf einen Trampelpfad mit sehr vielen Steinpyramiden, die Pilger gemacht haben. Sieht echt grandios aus und hat sicher ne Zeit gekostet.

Um 17.00Uhr erreiche ich Artieda, ich bin erschrocken, denn ich bin nicht der einzigste in der Herberge, ich sehe andere Schuhe und das nicht wenig. Mindestens 6 andere Pilger haben den Weg bis hierher gemacht. Die Herbergsmutter gibt mir ein Zimmer allein. Es gibt Abendessen, die Gruppen sitzen seperat, ich schliess mich nicht an. Es ist mir ein wenig zu rasch vom Zustand der kompletten Stille in die Unterhaltung mich zu stuerzen, ausserdem moecht ich mich keinem aufdraengen. Ich bleibe allein und schlafe allein. Der erste Kontakt…

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Atares – Santa Cilia (Tag 11)

April 15th, 2009

img_4368img_4377img_4386Als ich aufwache sehe ich eine grosse Lache direkt unter meiner Matratze, sie einiges Wasser geschluckt, was durch die Garage geflossen ist, wenn sie mich auch hingleich verschont hat. Ich bin recht gluecklich darueber. Heute gehts zum Kloster so ist mein Ziel, es regnet und das nicht wenig. Mein Poncho – mein bester Freundm wiedereinmal. Alles ist recht schlammig, muehsam, es sollen 3h sein bis zum Kloster und so einige Hoehenmeter, ich bin gespannt. Als ich die ersten Anstiege sehe, bin ich jedoch skeptisch, vieles ist vom naechtlichen Regen unterspuelt, die kleinen Fluesse tragen mehr Wasser als normal. 2 Stunden schlage ich mich durch schlammige Aufstiege, ueberspuelte Fluesse bis ich an eine Wegkreuzung komme, die nicht zu ueberqueren scheint. Ich bin verzweifelt, versuche es jedoch trotzdem ueber den Wegesrand mit ein wenig Kletter einsatz, ein paar Minuten spater waere das auch geschafft. Jetzt gibts kein zurueck mehr, soviel Zeit hab ich schon verloren, es muss weiter. Ich komme zum pass, hier solls ca. 1100m hoch sein, der Hochnebel versperrt mir ein wenig die Sicht, aber es wirkt grandios hier oben. Dann schlingel ich mich durch einige Trampelpfade, der Sturm hat hier sehr viel angerichtet, Baeme sind komplett enwurzelt und versperren mir den Weg. Nach insgesamt 4,5h hab ich es jedoch geschafft. Vor mir das Kloster, und leider auch 2 Touristenbusse voll mit Leuten, die jedoch gerade abreisen – die bequemere Variante wolt ich mir jedoch als Pilger ersparen. Alle gucken mich nur an wie “Wildschwein” und wundern sich aus welchem Loch ich wohl gekrochen bin um hier anzukommen, ich vespere jedoch und lass mich den Blicken nicht beirren. Da ich schon hier bin, will ich auch ins Kloster, ich bekomme ein deutsches Infoblatt, was ich mir durchlese, dann ins Kloster, 20 Minuten bin ich wieder draussen. Ein kurzer Stop, aber der Einblick hat sich gelohnt – das Kloster ist ein Blick wert.

Als ich den Berg wieder runter bin mach ich mich in Richtung Santa Cilia, dort wird meine Herberge fuer heute sein. Kurz vor 5 komm ich in den Vorort, da ueberrascht mich heftigster Seitenregen und ein Wind, der mir den Poncho um die Ohren schlaegt, ich suche Schutz in der nahgelegenen Kirche, dort gibts eine Hecke, die alles abblockt. 5 Minuten spaeter ist alles vorbei und die Sonne knallt als ich Santa Cilia erreiche.

Als ich in die herberge komme, bin ich vom Luxus erschlagen, grandios hier. Heute ist Waschtag, so zieh ich meine Klamotten vom Leib und wasche sie per Hand durch, danach mich selber. Alles brauch seine Zeit. Nach dem Waschen treffe ih die Herbergsmutter, eine sehr lebhafte Frau, wir “schnattern” viel, ihr gefaellts sehr, da nur recht wenige Pilger diese Tage vorbeikommen und sie nur zum Geldeinsammeln und Putzen komme. Dann zeigt sie mir die Waschmaschine und Trockner, die Nuztung = alles inklusive. Ich aergere mich ein wenig und schmeiss mein Zeug dort nocheinmal rein, so wird es wenigstens schneller trocken. In der oberen Etage gibts Internet inklusive, so mach ich mich die kommenden Stunden ran meine TagebuchEintraege zu uebertragen. Danach Makaroni und Schlafsack. Der Hammer faellt

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Castillo de Jaca – Atares (Tag 10)

April 14th, 2009

img_4338img_4342img_4365Welch ein grandioser Morgen, das Kondenswasser tropft mir kalt ins Gesicht. Es kann keinen besseren Wachmacher geben. Der Morgenreif am Zelt veranlaesst mich es nass einzupacken. Ich selbst friere ein wenig als ich den warmen Schlafsack verlasse. Die Heizung steht auf Sternchen heute morgen. Ueber einen anderen Wanderweg verlasse ich meine nette Ruine, kein Geist hat mich erschreckt, kein Wolf gefressen, alles noch dran – das ist super.

Ein paar Stunden spaeter komme ich in Jacca an, ein nettes Staedtchen, ist mir sofort symphatisch da es eine grosse Nadelbaumallee hat in der ich einkehre. Am Supermarkt vorbei ueberkommt mich der Konsum. Ich packe ein, was das Zeug haelt – mit grossen Augen und vollen Taschen verlasse ich den Laden vollgepackt mit tollen Sachen, die das Leben bekanntlicherweise schoener machen sollen. Dann geh ich zur Zitadelle, wo ich mein Festmahl zelebriere. Pan mit Tomaten, dazu Milch und jeder Menge Vitamine in Fruchtform, so laessts sich leben!

Jedenfalls moechte ich hier nicht bleiden, zuviele Menschen, zuviel Hektik – nicht jetzt. Es geht weiter, ich moechte Atares erreichen, von wo aus ich dann morgen einen “Abstecher” (welch ein haessliches Wort) ins hochoben gelegene Kloster starten moechte. Der Weg zieht sich recht lang und ist muehsam und feucht, eine Menge kleiner Fluesse, meine Fuesse sind nass – ich friere ein wenig. Entkraftet komm ich dann an, voller Hoffnung in dem kleinen Ort eine offene Kirche anzutreffen, die mich aufnimmt.

An der Kirche angekommen versuche ich mein Glueck, doch die Tuer ist verschlossen. Es leuchtet mir langsam ein, dass die Spanier die Kirchen eher verschlossen als offen halten, hier gelten wohl andere Gesetze als in Frankreich. jedenfalls geb ich nicht auf, gehe zum Haus mit der Nummer 1, hoffentlich ein Gemeindehaus. Jedoch als ich 3x klingele auch hier nix. Ich bin ein wenig verzweifelt, dann kommt ein Spanier vorbei, der meint, dass von der Kirche keiner anzutreffen sei. Ich frage ihn, wo ich sonst schlafen solle. Er gruebelt. Ich quatsche ihn ein wenig weich bis er meint, er wolle seinen Bruder fragen, der gerade mit 30 Schaafen vom Berg gelaufen kommt. Dann grinsen beide und zeigen mir meinen Schlafplatz, sie sind so ueber die Schuhe verwundert, dass sich ein impulsantes Gespaech ergibt. Im Gedanken sitz ich am offenen Kamin in beider gemeinsamer Haus und esse spanische Linsensuppe, aber wie das Glueck so moechte oeffnen sie mir ihren Schaafstall oder Traktoren-Garage und meinen ich koenne dort vor dem heftigen regen heut nacht unterkommen. Ich bedanke mich, denke hier laessts sich aushalten und nehme an. Im Zelt waere es mir zu riskant, will nicht komplett nass sein fuer den langen Weg morgen frueh.

Dann esse ich die Reste vom grossen Einkauf, ein Dorfhund gesellt sich zu mir, mein neuer Reisebegleiter? ich hoffe nicht, denn ich mag ihn nicht ernaehren koennen. Dann oeffne ich die Metalltuer und bereite mein Lager vor. Ich finde in der Ecke der riesigen Garage eine alte Matratze, nehm ich als Untergrund, meine Iso ist mir zu duenn. Dann fallen meine Augen zu.

Ploetzlich hoere ich grosses Donnern und kann teilweise aufblitzendes Licht durch den Tuerschliz sehen, dann setzt ein kraeftiger Regen ein, ich bin richtig froh hier und nicht draussen zu sein. Alles bleibt recht trocken, der Bau scheint seine Funktion zu tun, klasse. Minuten spaeter hoerie ich Gerausche: Entweder Maus oder Ratten das ist klar, also haeng ich mein Rucksack an ein Geruest, so dass sie mir ihn nicht kaputt fressen. Dann verstummen die Gerausche, nur der regen prasselt in dicken Tropfen und ich schlaf ein

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Somport – Castello de Jaca (ca.) (Tag 9)

April 13th, 2009

img_4315img_4328img_4325Um halb 10 kommt mir der Inhaber der Herberge auf der Treppe entgegen, er war wohl gerade dabei mich rauszuwerfen. Ich pilgere los und durchquere das recht unansehnliche Ski-Gebiet. Ne Menge Touristen tummeln sich hier, weit und breit bin ich der einzigste Pilger, ich bekomme Blicke geschenkt, naja. Die Leute wundern sich wohl, dass ich statt Skieern 2 Holzstaebe dabei habe.

Heute gehts die ganze Zeit an der Strasse entlang, recht langweilig, dafuer aber auch dichter und vor allem schneller Verkehr. Die Spanier fahren allesamt ziemlich dich an mir vorbei, es passiert zwar nichts, aber unangenehm ists mir schon. Der Weg geht so einige Kilometer, ich kuerze ab und verlasse die Strasse um einen Fluss zu ueberqueren, komme ein paar Minuten spaeter in Can Franc Estacion an, dann fuerht mich der Weg, genauer gesagt die gelben Pfeile Gott sei Dank raus aus dem Ort.

Meine Lunge erholt sich, Zeit fuer Vesper. Spaeter komm ich an ein recht mittelalterliches Dorf Castillo de Jacca an. Hier gibts einige Ausgrabungsstellen und eine nette niedliche Kirche neben der von Betonbauten wimmelnden Neuteil der Stadt. Einerseits sehr haesslich, andererseits recht romantisch. Ich will weiter.

Am Horizont erkenne ich eine ruinenmaessig anmutende Kirche, da will ich heute hin. Irgendwie ziehts mich als ob es keinen anderen Weg gehen koennte. Die Ruine, so sagt mir ein Pferdehirt sei verlassen, man komme ueber eine Serpentinenroute in 2h hin. Die Ruine ist weitab von der Route, er habe sich gewundert, dass ich den Pilgerweg verlasse. So ein Umweg scheine sich fuer ihn nicht zu lohnen. Aber vor mir thront hoch oben auf dem Berg diese Kirche, ich moechte einen direkten Weg finden und mach mich auf, ueberquere Bahngleide und dannt kommt ein Fluss. Hier komm ich nicht leicht rueber. Ich folge ihn ein wenig und entdecke den Staudamm, leider eine kaputte Bruecke, shit! Also mach ich mich ran mit leichtem Fusse den Staudamm zu ueberqueren. Das Wasser fliesst recht schnell, es ist glibschig und ich koennte jeden Moment ausrutschen und in die Flut fallen, jedoch nur ein kleines Risiko wenn man langsam laeuft, also lass ich mir Zeit. Danach erklimme ich den berg, finde eine Route, ein ehemaliger Bqachlauf und folge ihn, irgendwo muss dies an der Ruine langfuehren denke ich mir.

Als ich sehe, dass der Sonnenuntergang naht, wird mein Schritt schneller, ich scheine zu rasen vor Motivation, vor Ehrgeiz. Dann komm ich an einen recht dichten Dornenwald und schlage mich durch wie Prinz Eisenhart. Danach wirds recht sumpfig, ein richtiges Moor, ich muss aufpassen wohin ich trete. Alles wirkt recht mysterious. Ich glaube ein guter Ort um Maerchen zu schreiben oder zu verfilmen, mir gefaellts. Dann, die Sonne ist schon leicht hinter dem Berg verschwunden komme ich endlich an. Endlich!

Ein garndioser Ausblick und ich geniesse die letzten Minuten bis die Sonner hinter dem berg verschwindet. Dann bau ich mein Zelt auf, bin ein wenig ueberrascht schon so zeitig schlafen gehen zu muessen, das Licht ist nicht genug um zu lesen so bleibt nichts anderes uebrig.

Die Nacht hab ich kaum ein Auge zugedrueckt, alles ist ein wenig sensibler, wenn man nachts allein schlaeft, gerade noch an einer verlassenen Ruine. Ich hoere viele Tiergeraeusche, vor allem ein Uhu-aehnliches Wesen treibt sein Unwesen diese Nacht mit lautem Klaengen. Wir Stadtmenschen sind sowas doch gar nicht mehr gewohnt, es spielt sich viel im kopf ab – ein richtiges Kopfkino, dann kommt doch der Schlaf, wenn auch nur fuer ein paar Stunden

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Accous – Somport (Tag 8)

April 12th, 2009

d8_003d8_002d8_001Ich stehe heute recht zeitig auf um mich von “meinen Bruedern” zu verabschieden bevor sie zur Messe fahren. Sie sind etwas in Eile und ich bin spaet dran, bieten mir Kaffee und Kuchen an. 5 Minuten spaeter sind sie weg, ich bedien mich und mach mir ein gutes Fruestueck, Leute aus dem Dorf haben bereits en Menge Kuchen hier gelassen. Dann packe ich mir noch etwas Proviant ein und verschwinde.

Nach einem kurzen Wald- und Wiesenabschnitt gelange ich auf die Nationalstrasse, der Jakobsweg fuehrt genau an ihr lang. Ich merke eine langsame Steigerung und kann bald links und rechts der Strasse Schnee erkennen, die Strasse an sich ist frei. Nach 1 Stunde kommen mir meine Brueder entgegen und wuenschen mir noch eine gute Route. Ich habe sie echt ins Herz geschlossen und sollte ich bei Gelegenheit noch mal in der Naehe sein, wird Acous sicherlich zu einen kurzen Aufenthalt werden.

Ich erreiche den ort Borce, wo ich eigentlich heute abend naechtigen wollte. Allerdings ist es erst 13.00Uhr und ich habe noch ein wenig Zeit. Also entscheide ich mich es den langen Weg bis nach Somport, den Pass mit ueber 1600 Metern zu nehmen.

Die Strasse ist endlos, steandig fahren dicht und schnell Autos an mir vorbei, ich huste Asphalt und spucke Teer. Ab einer gewissen Hoehe wandelt sich der Regen in nasskalten Schnee, ich habe die Schneegrenze erreicht, es wird auch zunehmend kaelter und unangenehmer an den Fuessen.

Die Route scheint nun von der Nationalstrasse weg zu fuehren und geht links steil nach oben. Ich versuche mein Glueck, habe jedoch Zweifel, die sich nach ein para Metern bestaetigen. Der Schnee ist hier einfach zu hoch, und auch zu hoch die Abrutschgefahr, ich habe mit den Schuhen keinen Grip. Die Strecke wuerde mich zu lange aufhalten und ist eine Gefahr, also beschliesse ich weiterhin auf der Strasse zu bleiben. Neben den Schneewehen kommt jetzt noch der Hochnebel hinzu, der Pass muss nah sein.

Die Gesichtsausdruecke der langsam vorbeifahrenden Autofahrer sagen mir nichts Gutes, Schrecken und Entsetzen sind ihnen abzulesen. Als ob sie noch nie einen Pilger gesehen haben… Nagut, ich muss zugeben, meine Kleidung und der Umstand bei diesem Wetter es ueber den Pass zu wagen gibt sein Uebriges.

Um 18.00Uhr erreiche ich ein Schild “Somport – 10 min” und bin heilfroh es bald geschafft zu haben. Der hoechste Punkt auf der ganzen Strecke ist nah. Ich gucke in die besagte Richtung und kann ausser Schnee, noch mehr Schnee und ein para Schlittenfahrern die Spitze eines Daches erkennen. Das muss der Weg sein, ich mache mich auf. So wie es jedoch aussieht ist dieser Weg nur von Schneeschuhwanderern begangen worden, die mindestens die 8fache Auflageflaeche haben wie ich. Ich finde keine natuerlichen Schuhstapfen, versuche es allerdings trotzdem, sinke jedoch immer wieder ein, teilweise bis Huefthoehe. Kann sich also nur noch um Stunden handeln. Eine kurze Weile spaeter komm ich dann doch an. Die Bar Aysa wurde mi Pilgerfuehrer beschrieben – dies wird heute meine Unterkunft.

Als ich eintrete und mir den Schnee abklopfe wird mir kaum Beachtung geschenkt, obwohl der Laden recht leer ist. Auch sonst ist in den 4 Haeuser-Dorf nichts los, ich wundere mich. Die Bedienung ist auch nicht gerade die freundlichste, alles ist sehr rational. Ein Zimmer, kein Fruehstueck “por favor”, danke und basta! Ich entschliesse mich heute abend nicht unters Skipublikum mischen zu wollen, ganz geschweige denn es ist auch kaum jemand hier, ausser den betreibern der Bar. Bienvenido in Spanien. Endlich ueber die Grenze…

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Accous (Tag 7)

April 11th, 2009

d7_002d7_001d7_003Ich habe beschlossen heute auszuschlafen, nichts was mich hetzt, nichts was mich zwaengt weiterzugehen. Doch ich wache vor meinem Alarm auf. Ich schluepfe aus dem Schlafsack und merke, wie kalt es in der Bude eigentlich ist, also beschliesse ich solange im Schlafsack zu verharren bis es waermer ist. Nach einer Stunde steh ich dann doch auf…

Der Blick aus dem fenster steigert nicht gerade meine Motivation, kein einziger Sonnenstrahl, es ist total eingeregnet hier. Ich beschliesse ins Gemeindehaus zu gehe und verlaufe mich bei dieser Gelegenheit mi Dorf, auch eine nette Alternative um sich den Ort aus einer anderen Perspektive anzuschauen. Wo ist bloss die Frankfurter Allee? Das Dorf ist sehr eingeschlafen und mittelalterlich, hier scheinen die Uhren anders zu schlagen oder sind teilweise stehen geblieben. Ich geniesse diese Atmosphaere. Ein ploetzlicher Blick in die nahen Berge laesst mich jedoch erschricken. Alles zugeschneit – das war doch gestern noch nicht da! Ich denke daran mir morgen den Bus bis zum Pass nach Somport zu nehmen.

Ich hatte Vincent versprochen fuer die Leute des Gemeindehauses zu kochen und komme genau richtig, denn er wollte gerade mit den Vorbereitungen anfangen. Ich uebernehme das – heute gibt es Reis mit Karotten und Blumenkohl zubereitet nach Mama´s Art – das wird denen gefallen. Dann essen wir, statt mir zu danken, danken sie erst Gott. Daran muss ich wohl oder uebel noch gewoehnen.

Am spaeten Abend ist dann die Osterzelebration. Das ganze Dorf ist zusammengekommen, darunter auch sehr viele Kinder. Das verwundert mich, liegt wohl in der franzoesichen Art mehr Fokus auf die Familie zu setzen als in Deutschland – find ich klasse! Die Priester reden von Erleuchtung, Auferstehung und den Glauben an Gott – soviel ist sicher. Danach singt Priester Phillip aus aller Brust und fordert mit seinen Gesten die Leute mitzusingen. Ich bin beeindruckt vom Schauspiel, denn er pfeift aus allen Roehren was das Zeug haelt, er muss damals ein braver Junge im Knabenchor gewesen sein, so meine Schlussfolgerung. Nach der Feier wuenscht jeder jeden Frieden, getan wird dies mit einem festen Haendedruck. Auch zu mir kommen sie und so schuettele ich eine Hand nach der anderen so wie Frau Holle Daumenbetten. Danach ist Schicht mi Schacht, Zeit zum Schlafen…

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