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Archive for April, 2009

Somport – Castello de Jaca (ca.) (Tag 9)

April 13th, 2009

img_4315img_4328img_4325Um halb 10 kommt mir der Inhaber der Herberge auf der Treppe entgegen, er war wohl gerade dabei mich rauszuwerfen. Ich pilgere los und durchquere das recht unansehnliche Ski-Gebiet. Ne Menge Touristen tummeln sich hier, weit und breit bin ich der einzigste Pilger, ich bekomme Blicke geschenkt, naja. Die Leute wundern sich wohl, dass ich statt Skieern 2 Holzstaebe dabei habe.

Heute gehts die ganze Zeit an der Strasse entlang, recht langweilig, dafuer aber auch dichter und vor allem schneller Verkehr. Die Spanier fahren allesamt ziemlich dich an mir vorbei, es passiert zwar nichts, aber unangenehm ists mir schon. Der Weg geht so einige Kilometer, ich kuerze ab und verlasse die Strasse um einen Fluss zu ueberqueren, komme ein paar Minuten spaeter in Can Franc Estacion an, dann fuerht mich der Weg, genauer gesagt die gelben Pfeile Gott sei Dank raus aus dem Ort.

Meine Lunge erholt sich, Zeit fuer Vesper. Spaeter komm ich an ein recht mittelalterliches Dorf Castillo de Jacca an. Hier gibts einige Ausgrabungsstellen und eine nette niedliche Kirche neben der von Betonbauten wimmelnden Neuteil der Stadt. Einerseits sehr haesslich, andererseits recht romantisch. Ich will weiter.

Am Horizont erkenne ich eine ruinenmaessig anmutende Kirche, da will ich heute hin. Irgendwie ziehts mich als ob es keinen anderen Weg gehen koennte. Die Ruine, so sagt mir ein Pferdehirt sei verlassen, man komme ueber eine Serpentinenroute in 2h hin. Die Ruine ist weitab von der Route, er habe sich gewundert, dass ich den Pilgerweg verlasse. So ein Umweg scheine sich fuer ihn nicht zu lohnen. Aber vor mir thront hoch oben auf dem Berg diese Kirche, ich moechte einen direkten Weg finden und mach mich auf, ueberquere Bahngleide und dannt kommt ein Fluss. Hier komm ich nicht leicht rueber. Ich folge ihn ein wenig und entdecke den Staudamm, leider eine kaputte Bruecke, shit! Also mach ich mich ran mit leichtem Fusse den Staudamm zu ueberqueren. Das Wasser fliesst recht schnell, es ist glibschig und ich koennte jeden Moment ausrutschen und in die Flut fallen, jedoch nur ein kleines Risiko wenn man langsam laeuft, also lass ich mir Zeit. Danach erklimme ich den berg, finde eine Route, ein ehemaliger Bqachlauf und folge ihn, irgendwo muss dies an der Ruine langfuehren denke ich mir.

Als ich sehe, dass der Sonnenuntergang naht, wird mein Schritt schneller, ich scheine zu rasen vor Motivation, vor Ehrgeiz. Dann komm ich an einen recht dichten Dornenwald und schlage mich durch wie Prinz Eisenhart. Danach wirds recht sumpfig, ein richtiges Moor, ich muss aufpassen wohin ich trete. Alles wirkt recht mysterious. Ich glaube ein guter Ort um Maerchen zu schreiben oder zu verfilmen, mir gefaellts. Dann, die Sonne ist schon leicht hinter dem Berg verschwunden komme ich endlich an. Endlich!

Ein garndioser Ausblick und ich geniesse die letzten Minuten bis die Sonner hinter dem berg verschwindet. Dann bau ich mein Zelt auf, bin ein wenig ueberrascht schon so zeitig schlafen gehen zu muessen, das Licht ist nicht genug um zu lesen so bleibt nichts anderes uebrig.

Die Nacht hab ich kaum ein Auge zugedrueckt, alles ist ein wenig sensibler, wenn man nachts allein schlaeft, gerade noch an einer verlassenen Ruine. Ich hoere viele Tiergeraeusche, vor allem ein Uhu-aehnliches Wesen treibt sein Unwesen diese Nacht mit lautem Klaengen. Wir Stadtmenschen sind sowas doch gar nicht mehr gewohnt, es spielt sich viel im kopf ab – ein richtiges Kopfkino, dann kommt doch der Schlaf, wenn auch nur fuer ein paar Stunden

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Accous – Somport (Tag 8)

April 12th, 2009

d8_003d8_002d8_001Ich stehe heute recht zeitig auf um mich von “meinen Bruedern” zu verabschieden bevor sie zur Messe fahren. Sie sind etwas in Eile und ich bin spaet dran, bieten mir Kaffee und Kuchen an. 5 Minuten spaeter sind sie weg, ich bedien mich und mach mir ein gutes Fruestueck, Leute aus dem Dorf haben bereits en Menge Kuchen hier gelassen. Dann packe ich mir noch etwas Proviant ein und verschwinde.

Nach einem kurzen Wald- und Wiesenabschnitt gelange ich auf die Nationalstrasse, der Jakobsweg fuehrt genau an ihr lang. Ich merke eine langsame Steigerung und kann bald links und rechts der Strasse Schnee erkennen, die Strasse an sich ist frei. Nach 1 Stunde kommen mir meine Brueder entgegen und wuenschen mir noch eine gute Route. Ich habe sie echt ins Herz geschlossen und sollte ich bei Gelegenheit noch mal in der Naehe sein, wird Acous sicherlich zu einen kurzen Aufenthalt werden.

Ich erreiche den ort Borce, wo ich eigentlich heute abend naechtigen wollte. Allerdings ist es erst 13.00Uhr und ich habe noch ein wenig Zeit. Also entscheide ich mich es den langen Weg bis nach Somport, den Pass mit ueber 1600 Metern zu nehmen.

Die Strasse ist endlos, steandig fahren dicht und schnell Autos an mir vorbei, ich huste Asphalt und spucke Teer. Ab einer gewissen Hoehe wandelt sich der Regen in nasskalten Schnee, ich habe die Schneegrenze erreicht, es wird auch zunehmend kaelter und unangenehmer an den Fuessen.

Die Route scheint nun von der Nationalstrasse weg zu fuehren und geht links steil nach oben. Ich versuche mein Glueck, habe jedoch Zweifel, die sich nach ein para Metern bestaetigen. Der Schnee ist hier einfach zu hoch, und auch zu hoch die Abrutschgefahr, ich habe mit den Schuhen keinen Grip. Die Strecke wuerde mich zu lange aufhalten und ist eine Gefahr, also beschliesse ich weiterhin auf der Strasse zu bleiben. Neben den Schneewehen kommt jetzt noch der Hochnebel hinzu, der Pass muss nah sein.

Die Gesichtsausdruecke der langsam vorbeifahrenden Autofahrer sagen mir nichts Gutes, Schrecken und Entsetzen sind ihnen abzulesen. Als ob sie noch nie einen Pilger gesehen haben… Nagut, ich muss zugeben, meine Kleidung und der Umstand bei diesem Wetter es ueber den Pass zu wagen gibt sein Uebriges.

Um 18.00Uhr erreiche ich ein Schild “Somport – 10 min” und bin heilfroh es bald geschafft zu haben. Der hoechste Punkt auf der ganzen Strecke ist nah. Ich gucke in die besagte Richtung und kann ausser Schnee, noch mehr Schnee und ein para Schlittenfahrern die Spitze eines Daches erkennen. Das muss der Weg sein, ich mache mich auf. So wie es jedoch aussieht ist dieser Weg nur von Schneeschuhwanderern begangen worden, die mindestens die 8fache Auflageflaeche haben wie ich. Ich finde keine natuerlichen Schuhstapfen, versuche es allerdings trotzdem, sinke jedoch immer wieder ein, teilweise bis Huefthoehe. Kann sich also nur noch um Stunden handeln. Eine kurze Weile spaeter komm ich dann doch an. Die Bar Aysa wurde mi Pilgerfuehrer beschrieben – dies wird heute meine Unterkunft.

Als ich eintrete und mir den Schnee abklopfe wird mir kaum Beachtung geschenkt, obwohl der Laden recht leer ist. Auch sonst ist in den 4 Haeuser-Dorf nichts los, ich wundere mich. Die Bedienung ist auch nicht gerade die freundlichste, alles ist sehr rational. Ein Zimmer, kein Fruehstueck “por favor”, danke und basta! Ich entschliesse mich heute abend nicht unters Skipublikum mischen zu wollen, ganz geschweige denn es ist auch kaum jemand hier, ausser den betreibern der Bar. Bienvenido in Spanien. Endlich ueber die Grenze…

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Accous (Tag 7)

April 11th, 2009

d7_002d7_001d7_003Ich habe beschlossen heute auszuschlafen, nichts was mich hetzt, nichts was mich zwaengt weiterzugehen. Doch ich wache vor meinem Alarm auf. Ich schluepfe aus dem Schlafsack und merke, wie kalt es in der Bude eigentlich ist, also beschliesse ich solange im Schlafsack zu verharren bis es waermer ist. Nach einer Stunde steh ich dann doch auf…

Der Blick aus dem fenster steigert nicht gerade meine Motivation, kein einziger Sonnenstrahl, es ist total eingeregnet hier. Ich beschliesse ins Gemeindehaus zu gehe und verlaufe mich bei dieser Gelegenheit mi Dorf, auch eine nette Alternative um sich den Ort aus einer anderen Perspektive anzuschauen. Wo ist bloss die Frankfurter Allee? Das Dorf ist sehr eingeschlafen und mittelalterlich, hier scheinen die Uhren anders zu schlagen oder sind teilweise stehen geblieben. Ich geniesse diese Atmosphaere. Ein ploetzlicher Blick in die nahen Berge laesst mich jedoch erschricken. Alles zugeschneit – das war doch gestern noch nicht da! Ich denke daran mir morgen den Bus bis zum Pass nach Somport zu nehmen.

Ich hatte Vincent versprochen fuer die Leute des Gemeindehauses zu kochen und komme genau richtig, denn er wollte gerade mit den Vorbereitungen anfangen. Ich uebernehme das – heute gibt es Reis mit Karotten und Blumenkohl zubereitet nach Mama´s Art – das wird denen gefallen. Dann essen wir, statt mir zu danken, danken sie erst Gott. Daran muss ich wohl oder uebel noch gewoehnen.

Am spaeten Abend ist dann die Osterzelebration. Das ganze Dorf ist zusammengekommen, darunter auch sehr viele Kinder. Das verwundert mich, liegt wohl in der franzoesichen Art mehr Fokus auf die Familie zu setzen als in Deutschland – find ich klasse! Die Priester reden von Erleuchtung, Auferstehung und den Glauben an Gott – soviel ist sicher. Danach singt Priester Phillip aus aller Brust und fordert mit seinen Gesten die Leute mitzusingen. Ich bin beeindruckt vom Schauspiel, denn er pfeift aus allen Roehren was das Zeug haelt, er muss damals ein braver Junge im Knabenchor gewesen sein, so meine Schlussfolgerung. Nach der Feier wuenscht jeder jeden Frieden, getan wird dies mit einem festen Haendedruck. Auch zu mir kommen sie und so schuettele ich eine Hand nach der anderen so wie Frau Holle Daumenbetten. Danach ist Schicht mi Schacht, Zeit zum Schlafen…

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Sarance – Accous (Tag6)

April 10th, 2009

d6_002d6_001d6_003In meinem Traum hoere ich gerade die Musik von Conan, der Barbar als mich der Preister mit grimmigen Gesicht ein “Bon Jour” an die Backe heftet. Es ist 8.30 Uhr, nach meiner Zeitrechnung klingelt mein Wecker spaetestens in einer Stunde, aber wie erklaere ich es dem Priester? OK, dann gehe ich eben! Als Dank moechte ich eine Spende da lassen, aber der Priester lehnt ab. OK, das kommt in den Sparstrumpf.

Das Wetter ist heute ganz flau, es nieselt und daran wird sich wohl mi Verlauf des Tages nichts aendern. Alles sehr wolkenbehangen, der Regenponcho wird heute mein bester Freund und Begleiter.

Die Strecke schlaengelt sich entlang des Flusses, ich treffe einen entrissenen Esel, der sich das saftige satte Gras schmecken laesst. Ihm stoert das Wetter weniger, er freut sich eher, dass er sich aus seinem Gatter hat reissen koennen und hier am Berghang steht. Die Strecke heute ist bescheiden.

Ich moechte meiner Einladung von Pfarrer Vincent beikommen und nach Accous einkehren. Auf der Haelfte der Strecke in Bedous kaufe ich regionalen BergZickenkaese, der wird mein Fettbedarf fuer die naechsten 2/3 Tage decken. Am Ende des Ortes treffe ich den Gaertner Jaques, der mir den Weg nach Accous zeigt. Er ist der Zweite, der mich dieser Gemeinde empfiehlt und meint, dass er abends wohl auch komme. In Accous angelangt erkundige ich mich ersteinmal nach dem Hause vom Pfarrer Vincent. Als ich klopfe, reagiert niemand. Ein wenig frustriert gehe ich in die Kirche. Dort treffe ich 5 Frauen, die gerade eine Gebetsrunde haben. Als sie danach anfangen zu singen, gehe ich zu ihnen. Mit dem Gesangsblatt von Orloron in der Hand freunden wir uns schnell an. Eine der Frauen laedt mich zum Kaffee ins Gemeindehaus ein. Es liegt gegenueber der Kathedrale und jeder des Dorfes scheint hier ein und auszukehren – ein offenes Haus der Kirche. Sie waermt den morgentlichen Kaffee nocheinmal fuer mich in der Microwelle auf. Dabei trinke ich doch gar kein Kaffee und habe ihn nur aus Dankbarkeit angenommen. Wir unterhalten uns sehr amuesiert, jedoch mehr mit Haenden und Fuessen als mit der Sprache, denn wir haben keine gemeinsame. Ich zeichne viel auf Papier und erklaere auf spanisch, was meine Familie, was mein Bruder macht. Wir diskutieren Fragen wie “Wie ist das Verhaeltnis Frankreich-Deutschland nach dem Krieg”, “Merkel als erste Kanzlerin” und lachen viel, weil wir uns kaum verstaendigen koennen. Jaques trifft ein und hilft zu uebersetzen, denn er kann noch ein wenig deutsch aus Schulzeiten, die Rettung. Nach einer Weile kommen auch Vincent und der Priester Pierre, der mich sehr an den Koordinator meines Masterkurses  Alexandrov erinnert.

Jaques zeigt mir die Plgerherberge, die ich dann auch beziehe, wieder alleine, keine Gottesseele auch nur annaehernd in der Naehe. Es bietet sich mir ein sehr geraeumiges Wohnzimmer und 3 Schlafzimmer, sehr schoen! Spater fahren wir mit den beiden Pfarrern nach Bedous, wo sie eine Messe halten.  Pierre ist der Hauptredner, nach der Messe kommt er zu mir und meint, dass ich zwar nicht viel verstanden haben kann, jedoch es direkt in mein Herz geht. Ich glaube, ich weiss was er meint, es kommt er auf die Gabe und Guetigkeit an, die von den beiden ausstrahlt. Ausserdem werde ich eingeladen, noch einen Tag laenger zu bleiben, wenn ich moechte. Ich willige ein, es kommt mir gerade zum Guten ein wenig zu entspannen und meine geschwollenen Fuesse auszukurieren. Des weiteren ist morgen Ostersamstag, ein ganz besonderer Tag.

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Oloron – Sarrance (Tag5)

April 9th, 2009

d5_004d5_003d5_001d5_002Heute schaffe ich es ein wenig zeitiger raus. Um 9Uhr verlasse ich das Gotteshaus, was ich da lasse ist eine kleine Spende fuer die Grosszuegigkeit mich aufzunehmen. Die Kirche hat es schliesslich in Tagen der globalen Wirtschaftskrise auch nicht einfach denke ich mir und gehe.

Die heutige Etappe sieht auf der Karte ein wenig laenger aus und ich moechte nicht wieder so spaet ankommen wie letztes mal. Deswegen werd ich heute wieder die Zehenschuhe benutzen, das Barfusslaufen bremst mich dann doch ein wenig aus hier in den Pyrinaeen.

Nach einigen Kilometern durch die Taeler merke ich, dass ich mir doch einige Blasen zugezogen haben muss, ich schalte einen Gang zurueck. In der Mittagshitze suche ich mir einen schattigen Platz neben einen Baum und ein dutzend blaekender Schafe. Nach einer Weile spuere ich deutigen Wind – ich stehe am Fuss der Berge – hier pfeifft es ordentlich zur Sache. Ich durchquere einige kleinere Doerfer und registriere doch immer wieder eines – die Hunde. Teilweise kommen sie bellend auf einen hinzu, teilweise chillen sie nur in der Hitze des Tages, aber ueberall sind sie zu finden. Zum Glueck habe ich einen Wanderstab gefunden, das erschafft mir in der Tierwelt den noetigen Respekt.

Ich komme an einen grossen Fluss vorbei – den Gare d Aspe. Der Weg fuehrt mich einige Kilometer auf einen Felsvorhang an ihm vorbei. Vor einigen Tagen muss es hier einen heftigen Sturm gegeben haben, einige Baeume liegen entwurzelt und teilweise schon zerlegt inmitten des Weges. Manchmal ists nicht ganz einfach diese zu ueberqueren und gleichzeitig auf den Abgrund zu achten. Geschafft! Ich treffe Alex und Martin wieder – ein kurzer Schlagabtausch und weiter gehts.

Ich erreiche Sarrance – hier werd ich meine Bleibe suchen. Ich trete in die Kirche – wiedermal puenktlich zum Gottesdienst – das schau ich mir an. Danach frag ich den Pfarrer mit meinem gebrochenen spanisch. Aber es ist gar nicht so einfach, er spricht nur franzoesisch und versteht mich kaum. Aber Hilfe kommt vorbei, eine Frau spricht englisch mit mir und uebersetzt. Jetzt ist alles klar. Murrend oeffnet der Pfarrer die Bleibe fuer mich(auch hier immer noch geschlossen). Zeit fuers Essen – heute gibts mein Leibgericht: Spaghetti mit Tomatensauce. Lecker und abwechslungsreich! Danach geh ich ins Schlafgemach.

Die Betten sind hier leider so durchgelegen, dass ich mich fuer den Boden entscheide. Nur Gott weiss, wieviele Liter Schweiss durch diese Matratzen hier geflossen sind. Bevor ich mich jedoch schlafen lege, kommt das Unangenehme. Blasenaufstechen. Ich suche Nadel und Feuerzeug raus, um die Nadelspitze zu desinfizieren. Dann mache ich mich ans Werk. Die eine Blase ist so dick wie mein Daumen. Als ich reinsteche spritzt es bis fast an die Decke – ich bin erstaunt, welch ein Druck sich da so aufbauen kann. Spaeter lese ich mi Reisefuehrer, dass nasse Schuhe oder Socken die Blasenbildung beguenstigen, daher also. Als das ganze Wasser aus meinen Fuessen geflossen ist, leg ich mich hin.

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Lacommande – Oleron (Tag 4)

April 8th, 2009

d4_001d4_004d4_003d4_002Um halb 10 klingelt mein Wecker. Ich schalte ihn aus und dreh mich noch einmal um. Noch 10 Minuten mehr. Um halb 11 raff ich mich endlich auf zum fruehstuecken. Es gibt 2 Aepfel – mehr hab ich nicht mehr. Dafuer aber den besten Morgen, den es geben kann. Die Sonne prallt auf mein Haupt und das Gras strahlt ein sattes gruen zurueck. Ich registriere solangsam, dass ich nicht mehr in Berlin bin.

Im Refugium hab ich leider nichts von diesem grandiosen abend mitbekommen. Dort ist es sehr sehr kalt dank der dicken Mauern, die damals wohl nicht nur den Winter, sondern auch die Mauren draussen gelassen haben. Ich mach mich auf die Spur, heute moechte ich ohne die Zehenschuhe auskommen. Die Herbergsleiterin guckt mich nur entsetzt an. Salut – und weg bin ich.

Heute ist nicht nur das Wetter um Laengen besser, sondern auch die Strecke. Ich passiere mehrere An- und Abstiege, kleinere Flusslaeufe und satte Wiesen. Die von der Landwirtschaft aufgewuehlte Erde erinnert mich stark an Maulwurfskuchen mit Bananen. Ich bekomme Hunger. Leider hab ich nichts mehr dabei und muss bis zum Abend aushalten. Also lasse ich meinen Gedanken freien Lauf und assoziiere weiter. Irgendwie erinnern mich die Berge an Alpia-Schokolade, lecker…

Der Anblick der mit Schnee behangenen Pyrinaeen beaengstigt mich jedoch ein wenig – da soll ich rueber? Schneit es da etwa noch? Sind die Paesse gesperrt? So, wie es mi Netz stand kann Schnee bis Mitte Mai fallen. Ich treffe eine Touristensinfo und sie gibt Entwarnung, die Paesse seien passierbar. Ich atme auf.

Am fruehen Nachmittag stosse ich auf eine barbarisch grosse Wiese, die foermlich danach schreit sich dort niederzulassen. Ich doese vor mir hin und schlafe fast ein, als 2 Pilger vorbei ziehen. Da ich mir keinen Sonnenbrand holen moechte, packe ich zusammen und mache mich auch wieder auf die Spur. Nach einer Weile treffe ich Alex und seine Frau Martin aus Belgien, die den Jakobsweg rueckwaerts gehen. Sie fahren mit Wohnwagen und Motorrad jeweils eine Etappe vor und laufen dann zurueck. Ich werd das wohl nie verstehen, wie die das machen, jedenfalls bereitet es ihnen ein wenig Probleme die Strecken zu identifizieren, da die Markierungen meist nur einseitig sind.

Nach einer Weile erreiche ich das heutige Tagesziel – die Stadt Oloron-Ste-Marie. Dort platze ich puenktlich um 19.00Uhr in die Kathedrale bombenvoll – hier wird gerade eine Messe gehalten und es scheint die ganze Stadt sich versammelt zu haben. Mir ists das nix und ich suche mir ersteinmal einen Shop, um meinen Spaghetti-Haushalt aufzufrischen. Die Kassiererin meint, es sei eine andere Kirche, in der ich nach Unterkunft und Stempel fragen solle und weist mir den Weg. Dort treffe ich den Priester Francesco und den Pfarrer Vincent. Vincent laedt mich prompt ein in den naechsten Tagen zu seinem Gemeindehaus in Accous ein. Ich werd es mir vormerken. Er ist der einzige der einigermassen englisch spricht und hilft mir den Priester zu ueberzeugen mich aufzunehmen, denn die Herbergen sind zu dieser Zeit noch geschlossen. Francesco willigt ein und nimmt mich mit seinem Auto mit zu seiner Kirche. Er wohnt zusammen mit 3 anderen Priestern der Gemeinde. Ich darf meine Spaghetti in deren Heiligtuemern zubereiten und fuehle mich geehrt. Dann entlaesst er mich mit meiner Nahrung in das Nebenhaus, wo gerade allerhand Leute zusammenkommen, denn heute ist Gesangsprobe. Waehrend dem die Herrschaften ein Lied nach dem anderen anstimmen, esse ich genuesslich meine Spaghetti und geniesse die eindrucksvolle gesangsbegleitung. Nachdem ich mich pappsatt gegessen und gehoert habe, sind auch die Stimmer erloschen. Die Chorgruppe geht und ich hau mich hin.

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Loslaufen (Tag 3): Charleroi – Pau – Lacommande

April 7th, 2009

d3_001d3_002Der Duft von frischen Pfannkuchen aus Kichererbsenmehl und Sojamilch steigt mir in die Nase. Ich bin hellwach, die Akkus sind wieder aufgeladen, der Rucksack gepackt. Patricia ist bereits in der Kueche und bereitet das Fruehstueck vor. Ein wahrer Engel – sie kuemmert sich sorgevoll und liebevoll um ihre Gaeste wie die eigene Mutter.

Einen besseren Start in den Tag haette ich mir nicht traeumen koennen. Sie hat mir die Route zum Bahnhof ausgedruckt und mit Pfeilen markiert. Sogar ein Blinder wuerde den Weg jetzt finden. Ich verabschiede mich fuer alles und mache mich auf den Weg. Ein Bus bringt mich vom Bahnhof direkt zum Flughafen.

Ich habe vor mein Gepaeck als Handgepaeck durchgehen zu lassen und checke beim Automaten ein. Der Sicherheitsbeamte beim Securitycheck weist mich jedoch ersteinmal zurueck. Mein Gepaeck passt nicht in den dafuer vorgesehenen Korb. Mein Rucksack muss den Abmessungen entsprechen und so packe ich um. Ich druecke und presse was das Zeug haelt, eine werdende Mutter mi Kreissaal weiss von was ich spreche. Und voila – es waere damit getan. Ich bin “drin”.

Gelandet in Pau, in Suedfrankreich in den Pyrinaeen frage ich an der Info nach dem Wetter. Ich ueberlege schon von hier anstelle von Somport loszugehen. Ueberraschender Weise kommt sie mir sehr entgegen und gibt mir sogar eine detailliert Karte von der Gegend mit, wo der Jakobsweg und Herbergen markeirt sind. Mein Beschluss steht fest, ich werde also von Pau aus die Pyrinaeen ueberqueren.

Im gleichen Atemzug treffe ich den ersten Pilger, der sich seinen Stempel am Flughafen abholt. Ich werde ein Stueck mit ihm gehen. Wir entscheiden zusammen nach Lescar zu gehen. Das ist sehr nahe, von dort werden sich unsere Wege trennen, da er die populaere und ich eher die alternative Route gehen werde.

Es regnet, den ganzen Tag, mein Kompagnion flucht …auf hollaendisch. Scheiss Wetter – ich finds OK. In Lescar verlasse ich ihn, werde weiter nach Lacommande aufbrechen, ich hoffe es bis Einbruch der Dunkelheit noch zu schaffen. Die Schilder an der Strasse meinen nur 3h, ich brauche jedoch laenger. Hab ja kein festes Schuhwerk mit mir. Ich laufe mit Zehenschuhe. Kurz bevor es dunkel wird erreiche ich Lacommande, es ist bereits 21.00Uhr.

“Geoeffnet bis 19.00Uhr” steht am Portal der Herberge. Ich klingele trotzdem und hoffe noch jemanden anzutreffen. Es sieht sehr verlassen aus in diesem kleinen Dorf hier. Nach dem dritten Klingeln empfaengt mich eine aeltere Frau, die sogleich erstarrt als sie meine Schuhe sieht. Sie verpasst mir einen Stempel und laesst mich in die Herberge, direkt neben der Kirche. Ein sehr historisches Gebauede, wer weiss wieviele Pilger hier schon untergekommen sind. Heute jedenfalls bin ich der Einzige, bin jedoch nicht gerade traurig darueber.

Ich zelebriere meine erste Nacht mit koestlichen Spaghetti mit Tomatensauce – das wird wohl nicht das letzte Mal sein. Nach dem Essen faellt auch fuer mich der Hammer und ich falle wie ein Baum in das sanfte Pilgerbettchen.

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Trampen in Belgien (Tag 2): Aachen – Charleroi

April 6th, 2009

d2_002d2_001Morgens, halb 10 in Aachen. Ich wache auf einem “fremden Sofa” auf beim Couchsurfer Oli. Wir hatten uns bereits 2 mal in berlin getroffen und teilen uns das Trampen. Sozusagen ein Treffen der zweiten Generation. Es gibt Fruehstueck: Leinsam, Sesam und andere Koerner – da kann mein morgentlicher haferschleim schlecht mithalten. Heisses Wasser drueber und mit Fruechten vermengt ergibt das eine richtige Power-Malzeit. Genau das richtige fuer Tramper und Rucksackreisende.

Wir haben uns viel zu erzaehlen, so verrint der halbe Tag – erinnert mich sehr stark an die Dauergespaechsrunden in meiner Wohnung, der H17. Herrlich! Es ist bereits 16 Uhr, nun ists aber wirklich Zeit zu gehen. Oli bringt mich noch bis zum Bus. Ich werde bis zur Raststaette Lichtenbusch fahren um dort Fahrer bis nach Charleroi in Belgien zu erhaschen. Ein hoffentlich guter Startpunkt denken wir.

Eine Stunde spaeter sitze ich mi Auto von Christoph, der mich noch ein wenig weiter bringt als er eigentlich will. Aber nur auf Raststaetten mit Tankstellen kann man wirklich erfolgreich trampen. Das weiss er auch. “Vielen Dank, Mann!” Prompt finde ich den nachsten Fahrer, der mich ein Stueck mitnimmt. Danach mi Anschluss gleich die naechsten. Diesmal sinds 2 Rumaenen, die mich dann direkt auf der Autobahn in Hoehe Abfahrt Charleroi rauslassen. Viva Rumania – scheint wohl dort nicht verboten zu sein?

Ich laufe neben der Leitplanke in Richtung Charleroi. 20 Minuten spaeter haelt ein Kleinwagen. Die Insassen – 3 Algerier, die mich als deutsch entlarven und direkt bis zum Stadtzentrum mitnehmen. Bis jetzt hab ich mit jedem Fahrer deutsch sprechen koennen, ich bin verbluefft – und das in Belgien, wo die Leute doch entweder hollaendisch oder franzoesisch sprechen. Sie lassen mich am Bahnhof raus, ich schnalle mein Rucksack wieder an.

5 Minuten spaeter spreche ich mit 3 jugendlichen Belgiern, die kaum englisch reden. Sie sitzen in einer Art Park und geniessen die Sonne. Sie sind so nett und bringen mich dann auch noch mit dem Auto direkt vor die Tuer von Patricia. Welch eine Gastfreundschaft – haett ich echt nicht erwartet. Aber Charleroi soll sehr gefaehrlich sein: Ne Menge Drogen, Arbeitslosigkeit, Emigranten. Vielleicht wollten sie nur, das mir nichts weiter passiert. Gut, dass mich Patricia dann doch zu sich nach hause aufgenommen hat. Der Namen ihrer beiden Katzen war der Schluessel, der mir Ihre Tuer oeffnete. Ich hatte schon mit dem Gedanken gespielt in der Naehe des Flughafens mein Zelt aufzustellen. Meine Erfahrung fuehrt mich zurueck nach Rom, wo ich eine schlaflose Nacht mi Park hatte. Greulich! Aber nun bin ich ja hier, Gott sei Dank!

Patricia wohnt in einem richtigen Schloss muss ich zugeben. Die Waende jedes einzelnen Zimmers hat sie selbst “gemalt”. Sie ist Kuenstlerin und gestaltet gern Zimmerwaende mit Gemaelden und Verzierungen. Das “zeichnet” sie also aus. “Ausgezeichnet” denke ich mir als ich Ihr Atelier sehe, ich bin fasziniert. Wie kann man auf solche Leute treffen, wenn nicht durch Couchsurfing?

Sie hat noch einen anderen Gast – Gil. Wir sitzen beim Abendessen und philosophieren. Es gibt French Toast und heissen Tee. Sehr lecker. Danach zeig ich beiden noch einige Kurzfilme aus unserem Reportoir und wir ziehen uns in unsere Quartiere zurueck.

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Der Aufbruch (Tag 1): Berlin – Aachen

April 5th, 2009

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Der Tag des Abschieds ist gekommen. Um 8 Uhr morgens klingelt es in der H17. Nach dem 4en mal Sturmklingeln macht meine Mitbewohnerin endlich auf. Naja warum nicht gleich so? Es ist Ben. Ich hatte vergessen ihn zu sagen, dass ich doch noch ein wenig laenger schlafen werde nach der durchzechten Nacht. Aber nichts da. Er hat frische Broetchen mitgebracht und macht sich auch gleich ans Werk meinen Balkon in ein grandioses Fruehstuecksbuffet umzuwandeln. Mir steht die Muedigkeit immer noch ins Gesicht geschrieben. Der Laerm hat mittlerweile Rene und Tobi vom Zimmer nebenan wach gemacht. Sie hatten mich den Tag davor spontan besucht, deswegen bin ich noch einen Tag laenger geblieben.

Mir merkt man eine gewisse Nervoesitaet an. Tag X ist gekommen. Nach dem Fruehstueck muss ich los, sonst verpasse ich noch den Zug, aehm den Bus. Nein ich werd mich per Anhalter bis nach Aachen durchschlagen. Ah, noch etwas vergessen. Da war noch was…

Ben holt die Schermaschine und rasiert mir kurzerhand die Haare. Toll gemacht, jetzt seh ich nicht nur aus wie ein Schwerverbrecher, ich erkenn mich auch selbst kaum wieder. Da werden die Chancen aber hoch sein einen guten Lift bis an die hollaendische Grenze zu bekommen. Aber so sei es, ein neues Kapitel beginnt. Dann ein kurzer Abschied von den Mitbewohnern, keine Traenen! Komm ja auch bald wieder, sind ja nur n paar Tage. Ausserdem wird die WG-Zusammenstellung eh anders aussehen…

Ben ist so guetig und faehrt mich noch bis nach Michendorf, eine gute Raststaette um mich vom naechsten Lift Richtung Westen verwehen zu lassen. Mi Auto ists still, wir reden kaum, wissen jedoch um was es geht, eben ums Gehen.

An der Raststaette angekommen sehe ich wie gerade ein anderer Tramper ins Nachbarauto einsteigt. Diese Chance sollte ich mit nicht entgehen lassen. Ich springe raus und frag den Fahrer, ob er mich nicht auch noch mitnimmt. Er meint JA und ich hole mein Sack und Pack. Ein nahtloser Uebergang. “Bis bald ben” Wir fassen uns kurz. “Vielen Dank”, “Buen Camino!”

Ich sitze mi Auto Richtung Hannover. Neben mir mein Rucksack, vor mir ein jugoslavischer Fahrer und ein italienischer Tramper. Es ist so ruhig mi Auto, dass ich versuche das Eis zu brechen. Socialising …klappt jedoch spaerlich. Es kommen nur bruchstueckhafte Gespraeche zustande und das nur weil ich Fragen stelle. Ich geb es auf. Danke, kann ja nicht immer wie beim Pferdelotto sein. Vor Hannover laesst mich der Fahrer an einer Raststaette raus.

Halbe Stunde spaeter der naechste Lift. “Wenn Du den Aschenbecher ausbauen kannst, darfste mitkommen”. Ich willige ein und versuche mein Bestes, aber ausser graue Finger bekomme ich nichts zustande. “Der Einbauschacht fehlt” stelle ich fest. Der Fahrer sammelt die Kippen per Hand auf und laesst mich einsteigen. “Hunger?” “Nein danke!”. Der stille Fahrer Thorsten, um die 40 und Hans, mitte 50 und “am Sterben” wie er sich ausdrueckt, fahren Richtung Koeln um eine Familienangelegnheit zu klaeren. Hans ist eine beeindruckende Persoenlichkeit und erzaehlt mir von sich. Als Juengling hat er den Beruf des Matrosen erlernt und hat schon aller Herren Laender bereist. “Kinder habe ich ueberall” so meint er. Nach der Arbeit auf dem Schiff sei er 8 Jahre lang bei der Fremdenlegion gewesen, er zeigt mir seine Narbe am rechten Arm. “Glatter Durchschuss”. Er habe schon einige Menschen auf dem Gewissen und habe auch nicht vor Kindersoldaten halt gemacht. “Die oder ich und wer sagt, dass sie nicht noch en handgranate in ihrem Brotbeutel versteckt halten”. Mein Vorhaben interessiert nicht weiter. “Nicht, dass Du noch aus dem Auto springst” meint er und reicht mir ein Gummi-Rohr mit Eisenkopf hinter. Den habe er mit zur Sicherheit. Falls der Typ seiner Ex-Frau nicht bald aufhoere sie zu terrorisieren, muesse er andere Seiten aufziehen. Ich schweige. An der naechsten Haltestelle lassen mich die beiden raus.

Ich bin um die 30km vor Koeln, aber hier ists schwierig nen Auto bei der Auffahrt zu erwischen. Alle gucken mich nur schraeg an und fahren vorbei. Nach einer Stunde mit dem Schild “Koeln, Aachen” gebe ich auf und versuche es an der naheliegenden Tankstelle. 2 Russen helfen mir und bringen mich wieder auf die Autobahn bis zur Raststaette Remscheid. Es ist bereits dunkel und ich bezweifle, dass ich es von hier direkt nach Aachen schaffe. Die Leute sind mi dunkeln skeptischer, keiner nimmt mich mit. 30 Minuten spaeter treffe ich jedoch 2 Tuercken, die genau nach Aachen wollen. Ich steige ein. Volltreffer! Sie kommen gerade von einer Hochzeit und haben Essen mitgebracht. Beide sind sehr offen und interessiert. Sehr symphatisch. Der Fahrer studiert Maschinenbau, ist verheiratet und hat 2 Kinder. “Vertraust Du uns?” fragt er mich und wir halten an einer Raststaette um zu essen. Echt lecker – es gibt Boerek und in Paprika eingelegten Kaese. Sie sind so guetig und geben mir den rest sogar mit. Ich bin den beiden echt sehr dankbar. Sie fahren mich direkt bis zu Olis Tuer. Dort werde ich heute uebernachten.

Es ist bereits 11 und ich bin froh, die knapp 600km so zuegig ueberstanden zu haben. Oli begruesst mich, jedoch sind wir so groggy, dass wir unser Gespaech am naechsten Tag weiterfuehren werden. Gute Nacht Aachen!

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Ein letztes Wochenend zu haus

April 2nd, 2009

Am Freitag gings dann noch einmal nach hause, ins geliebte Land Brandenburg.
Ein kurzer Zwischenstop beim Jüterboger Echo und dann per Anhalter weiter nach Wiepersdorf (Dank an Familie Ehrenberg und Johl!)
Das Wetter am Samstag war zwar nicht das beste, jedoch gut genug um eine kleine Radtour mit Freunden zu machen. Der Clemens voller Enthusiasmus und mit Tourenrad immer vorneweg, ich in der guten Mitte und Schalli fluchend am Ende. “Jeder Mann an jedem Ort einmal in der Woche Sport” – naja vielleicht waren die knapp 90km Tour am Tag doch ein wenig zu viel für uns ungeübte Radler. Aber gelohnt hat es sich auf alle Fälle.

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