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Ages – Burgos (29er April)

April 29th, 2009

img_4830img_4813img_4819An meinem Wanderstock erkennt man, dass ich nicht erst seid gestern unterwegs ist, er hat schon genauso Haare bekommen wie ich kann man sagen…

Ich laufe des Weges mit Steffen, der Weg geht gerade aus, jedoch sehe ich wie links auf dem Feldweg auch ein Zeichen zu sehen ist. Wir entscheiden uns die Strasse zu verlassen, jedoch merken wir kurz spaeter, dass der Weg nach 20m wieder zurueckfuert. So treffen wir Simon aus Frankreich, der sich wundert weil wir so einen Schlenker machen. Ich lache nur und meine, dass wir bevorzugen die Originalroute zu nehmen und so sind wir im Gespraech.
Simon ist seit knapp 3 Wochen unterwegs und geht den Camino komplett ohne Geld, wir wuerden sicher dazu sowas wie Bettelpilger sagen, aber das waere zu einfach und wuerde einem nur einen Stempel aufdruecken. Unser Gespraech geht gleich in die vollen, so verlieren wir Steffen. Dass er auch in Spanien ohne Geld weiterkomme war ihm erst nicht sicher, aber nun meint er es sei kein Problem, er treffe recht viele Pilger und von Zeit zu Zeit faellt ein wenig Brot, ein paar Fruechte ab, die Leute sind recht hilfsbereit, obwohl er kein spanisch spreche. Ich finds klasse und erinnere mich gleich an Michael Holzbachs Taten “Umsonst in Deutschland”, wie er ein halbes Jahr durch Deutschland reiste ohne einen Pfennig in der Tasche. Schjon nach ein paar Seiten hatte ich das Gefuehl er habe mehr Abenteuer in bereits 6 Wochen erlebt als andere in ihrem ganzem Leben. Simon ermutigt mich in dem Gedanken, dies auch zu probieren, allerdings werd ichs hier in Spanien nicht anfangen, dazu sind meine Zehenschuhe und mein Equipment viel zu “neu”. Aber wer weiss, warum nicht mal nach Jerusalem pilgern ohne den geringsten Euro in der Hand?
Nach ein paar Kilometern kommen wir dnn in den Beton-Vorstadt-Moloch von Burgos. 7km nichts als haesslicher Beton, die Zeit vergeht jedoch schnell, besser kanns nicht gehen. Ich lade Simon ein heute mit in die Herberge zu komme, ich werd auch was zu Essen bzubereiten. Er willigt nach kurzem ueberlegen ein, er wolle eigentlich weiter, weil er Staedte meide, ausserdem schlafe er meist in seinem Zelt, da es selten Herbergen auf Spendenbasis gibt. Aber dann stehen wir vor dem Palast Burgos, eine neue Herberge, aehnlich einem Hotel und das fuer 3 Euro. Nachdem wir eingecheckt haben mache ich Abendessen, heute was ganz besonderes mit wenig Geld: Pan con Tomate, typisch catalan und schnell zubereitet. Simon lacht nur, denn das haette er nicht erwartet, er dachte eher an was Warmes, wir grinsen.
Spaeter treffen wir Gabriel und gehen am Fluss einen rauchen, fuer Simon die letzte Zigarette, denn er moechte aufhoeren. Ich lache nur und wuensche ihm das Beste. Die restlichen Zigaretten wirft er in den Muelleimer. Zeit fuer Abschied

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